Indonesien
Fläche:
Landfläche 2,02 Millionen qkm, größte Ausdehnung Nord-Süd 1.870km, West-Ost 5.100km, Gesamtlänge der Küsten 81.350 km
Hauptstadt:
Jakarta (ca. 9 Millionen, Großraum Jabotabek ca. 23 Millionen Einwohner)
Bevölkerung:
Mit ca. 240 Millionen Einwohnern viertbevölkerungsreichstes Land der Welt. Dichte Besiedlung auf Java (etwa 120 Millionen Einwohner auf 6,6% der Gesamtfläche). Wachstumsrate circa 2%
Über 30 größere ethnische Gruppen, Minderheiten:
Chinesen (circa 4 Millionen), Inder, Araber, Melanesier
Landessprache:
Indonesisch (Bahasa Indonesia)
Religionen / Kirchen:
5 anerkannte Religionen: Islam (88% Moslems), evangelische und katholische Kirche (etwa 8% Christen), Buddhismus (Buddhisten und Taoisten 1%); Hinduismus (2% Hindus, vornehmlich auf Bali und Ostjava); Konfuzianismus de facto anerkannt.
Regierungsform:
Präsidialrepublik; Regierung hängt nicht direkt vom Vertrauen des Parlaments ab
Staatsoberhaupt und Regierungschef:
Präsident der Republik Indonesien:
Susilo Bambang Yudhoyono (seit 20.10.2004)
2004 fanden erstmals direkte Präsidentschaftswahlen statt.
Außenminister:
Dr. Hassan Wirayuda
Bruttoinlandsprodukt:
2004: 1.711.362,6 Milliarden IDR(191,9 Milliarden USD)
BIP/Kopf:
2003: 950,0 USD
Nationalfeiertag:
17. August (Ausrufung der Unabhängigkeit 1945)
Zeitverschiebung:
+7-+9h
Telefonvorwahl:
+62
Nördlich von Indonesien liegen Malaysia, Singapur, die Philippinen und Palau, östlich Papua-Neuguinea, südlich Australien und der Indische Ozean, letzterer liegt auch westlich von Indonesien. Gegen die Malaiische Halbinsel mit dem westlichen Malaysia und Singapur wird Indonesien durch die Straße von Malakka abgegrenzt und in Richtung philippinische Inseln durchläuft die Grenze die Celebessee.
Das indonesische Inselreich durchzieht eine große Anzahl von Meerengen, flachen Nebenmeeren und Seebecken. Im Norden führt eine der wichtigsten Wasserstrassen, die Straße von Malakka, von der Andamanensee in die Karimata-Straße, die nördlich in das Südchinesische Meer und südlich in die Javasee führt.
Die Javasee ist zentral gelegen und ist im Süden über Meerengen, wie die Sunda- oder Lombokstraße, mit dem indischen Ozean verbunden. Von der Celebes See zieht die Straße von Makassar in die östliche Javasee und die Floressee, die an die Bandasee mit den Gewürzinseln angrenzt. Weitere kleinere Meeresgebiete liegen südlich. Über dem indonesischen Teil der Insel Neuguinea liegt im Norden der Pazifik und südlich in Richtung Australien die Arafurasee und weiter westlich die Timorsee.
Zu Indonesien gehören die Großen (außer dem Nordteil Borneos) und die Kleinen Sunda-Inseln (außer Osttimor) sowie die Molukken, und damit der größte Teil des Indonesischen Archipels, außerdem gehört die Westhälfte Neuguineas (West-Papua, ehemals Irian Jaya) zu Indonesien. Damit liegt Indonesien nicht nur in Asien, sondern hat auch Anteil an Ozeanien.
Durch die geographische Lage beiderseits des Äquators besitzt Indonesien ein ausgesprochen tropisches Klima mit Monsunwinden, die von Juni bis September ein trockenes Klima mit wenig Regen und von Dezember bis März feuchte Luftmassen und viel Niederschlag mit sich bringen.
Die Wallace-Linie, zwischen Bali und Java bzw. Lombok und nördlich zwischen Kalimantan bzw. Borneo und Sulawesi trennt die Fauna und Flora biologisch zwischen Asien und Australien. Diese Trennlinie ist so benannt nach dem englischen Naturforscher Alfred Russel Wallace, der während seiner Reisen zwischen 1854 und 1862 festgestellt hat, dass bestimmte asiatische Säugetiere wie Elefanten, Tiger, Tapire und Orang Utan sehr wohl auf Sumatra, Java und Bali vorkommen, nicht aber auf Sulawesi, den Molukken und den kleinen Sunda Inseln.
Klima/Wetter
Das Klima wird hauptsächlich durch den tropischen Monsun geprägt. Abweichungen können je nach Breitengrad und Topographie auftreten, aber im Bergland ist es generell kühler. Das ganze Jahr über fällt Regen, häufig in Verbindung mit Gewittern, aber zwischen Juni und September gibt es eine relativ trockene Periode. Von Dezember bis März fallen die meisten Niederschläge; eine Ausnahme bilden die Molukken, wo es zwischen Juni und September am meisten regnet. Die Niederschlagsmenge liegt im Durchschnitt zwischen 150 und 400 Zentimeter pro Jahr.
Beste Reisezeit: März bis Oktober